Das Wetter ist sommerlich und wir haben vier freie Tage. Spontan packen wir unser Zelt aufs Fahrrad und machen uns auf den Weg ins Gesäuse. Retour geht es mit dem Direktzug von Selzthal nach Bahnhof Tullnerfeld.
Natürlich nehmen wir nicht den direkten Weg Richtung Selzthal. Zuerst fahren wir zwei Tage entlang des Donauradweges bis Mauthausen. Dort zweigen wir auf den Ennstalradweg ab. Diesen folgen wir dann bis Selzthal. Insgesamt sind wir 324 km geradelt, davon ↗️ 1449 hm und ↘️ 990 hm.

An- und Abreise
Anreise mit dem Zug zum Bahnhof Tullnerfeld. Es können auch andere Orte entlang des Donauradweges gut mit dem Zug erreicht werden, falls man woanders starten möchte (z.B. Wien, Melk, Linz).
Am Wochenende fährt zwei Mal täglich ein direkter Zug von Selzthal nach Tullnerfeld (bzw. Wien). Wir haben den Direktzug gewählt, da es ein Niederflurwagen ist und wir nicht umsteigen wollten. Es gibt aber noch einige andere Verbindungen mit Umstieg.
Der Weg
Am Donauradweg gibt es kaum Höhenmeter zu bewältigen. Fast durchgängig kann man wählen ob man am linken oder rechten Ufer der Donau fahren möchte. Der Radweg ist autofrei und gut beschildert. Neben vielen Einkehrmöglichkeiten findet man an der Donau auch immer wieder schöne Rast- und Badeplätze.

Ab Steyr verläuft der Radweg weitgehend auf Straßen und es geht immer wieder über die Hügel bergauf und bergab – so fährt man Mal direkt neben der Enns und kurz darauf verläuft sie in einer Schlucht unter dem Radweg. Die umliegenden Berge werden im Verlauf immer höher und zum Abschluss radelt man gemütlich durch das Gesäuse.
Aufgrund der Höhenmeter ist der Weg ab Steyr durchaus auch anstrengend. Die landschaftliche Schönheit ist die Anstrengung aber auf jeden Fall wert. Außerdem gibt es auch am der Enns nette Einkehrmöglichkeiten und schöne Badeplätze zum Rasten.
Wir waren an einem Wochenende unterwegs, dadurch war nur wenig Verkehr und das Fahren auf den Straßen war entspannt. Andere Radler haben berichtet, dass unter der Woche auf der Bundesstraße LKWs unterwegs waren und das Fahren dadurch anstrengend war. Manche haben sich deshalb entschieden, gewisse Abschnitte mit der Bahn zu fahren.

✨ Highlights am Weg
- Die Wachau – radeln durch die Weinberge und Obstplantagen, nette Orte, schöne Ausblicke
- Badeplatz mit Blick auf Dürnstein in Rossatzbach
- Die Altstadt von Melk – tolle alte Gebäude, Kloster mit Ausblick, nette Lokale
- Nibelungengau & Strudengau
- Sprung in die Enns am Campingplatz in Steyr
- Die Stadt Steyr- Chillige Altstadt, leckeres indisches Essen und köstliches Eis
- Radeln mit Blick auf die Berge ab Steyr … krönender Abschluss der letzter Abschnitt durch das Gesäuse
- Frühstück mit Panoramablick im Nationalpark Pavillon Gstatterboden
😴 Campingplätze am Weg
Vor allem am Donauradweg gibt es sehr viele Campingplätze. Wir haben in Melk übernachtet. Am Ennstalradweg hat uns der Campingplatz in Steyr besonders gut gefallen. Hier eine Auswahl von Plätzen am Weg:
- Campingplatz Zwentendorf
- Camping Rossatz – Schöne Badestelle und toller Ausblick auf Dürnstein, überdachte E-Bike-Ladeplätze
- Campingplatz Schönbühel
- Campingplatz Melk – Gute Lage, in 10 Minuten ist man zu Fuß in Melk.
- Donaucamping Emmersdorf
- Camping Naturfreunde Pöchlarn
- Campingplatz Marbach
- Camping Krenn
- Donau Camping Grein
- Camping Au an der Donau – hat beim Vorbeifahren sehr nett ausgesehen – schöner Badeplatz.
- Camping am Fluss in Steyr – Klein, gemütlich, schöne Badestelle.
- Camping Aschatal in Großraming
- Caming Mooswirt in Mooslandl – Badesee gleich nebenan – Eintritt ist als Campinggasts frei.
- Forstgarten in Gstatterboden
🥣 Verpflegung:
Entlang des Weges liegen zahlreiche Orte mit Einkauf- und Einkehrmöglichkeiten. Neben Gasthäusern und Kaffeehäusern gibt es auch einfache gemütliche Imbiss-Stände direkt am Radweg.
⚡E-Bikes-Ladestationen
Die angeführten Ladestationen liegen alle am Ennstalradweg. Auch am Donauradweg gibt es Ladestationen – diese habe ich aber aufgrund der wenigen Höhenmeter nicht recherchiert.
- Beim Museum in Trattenbach gibt es eine Lademöglichkeit -> Schuko – CEE- Adapter notwendig!
- Wer in Reichraming bei der Bäckerei Hohlrieder eine Pause macht, kann dort sein E-Bike laden.
- In Altenmarkt bei St. Gallen gibt es eine öffentliche Ladestation – gegenüber ein gemütliches Gasthaus mit schattigem Gastgarten.
- Beim Naturpark-Pavillon Gstatterboden kann man während der Rast den Akku laden.
Meine Etappen:
Tag 1 – vom Bahnhof Tullnerfeld nach Melk

79 km, ↗️ 98 hm, ↘️ 69 hm
Tag 2 – von Melk nach Steyr

102,2 km, ↗️ 373 hm, ↘️ 293 hm
Tag 3 – von Steyr bis Mooslandl

90,3 km, ↗️ 923 hm, ↘️ 693 hm
Tag 4 – von Mooslandl bis zum Bahnhof Selzthal

51,7 km, ↗️ 411 hm, ↘️ 297 hm
Fazit
Eine tolle landschaftlich vielfältige Tour mit interessanten Städten und Orten. Als Draufgabe gibt es viele Badeplätze sowohl an der Donau als auch an der Enns.